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Das Team von JCC Software auf der MEMO 2026

Rückblick MEMO-Tagung 2026: Digitalisierung und KI in der öffentlichen Verwaltung

Immer wieder gerne kommen wir zur der MEMO-Tagung der Universität Münster. Nicht nur, weil sie ein Heimspiel ist, sondern weil sie auch besonders gelungen Vorträge zum Thema Digitalisierung mit spannenden Gastrednern verbindet.

In diesem Jahr wurde am 04. und 05. Mai 2026 die Frage gestellt: „Untransformierbar? Verwaltung zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz.“ Im Mittelpunkt standen nicht so sehr die technischen Aspekte von Digitalisierungsmaßnahmen als vielmehr organisatorische und strukturelle Veränderungen und wie sie mit den Nutzern in Einklang gebracht werden können.

Impulse für die Digitalisierung im öffentlichen Sektor  

Die Vorträge und Diskussionen machten deutlich, vor welchen Herausforderungen die öffentliche Verwaltung aktuell steht und welche Ansätze für eine erfolgreiche Digitalisierung Sinn machen. Wir werfen einen Blick auf einige Highlights der Tagung:

Digitalisierung der Verwaltung: Warum Prozesse neu gedacht werden müssen

Prof. Dr. Tobias Brandt vom Lehrstuhl für „Digitale Innovation und der öffentliche Sektor“ der Universität Münster

Einen zentralen Impuls setzte Prof. Dr. Tobias Brandt (Lehrstuhl für Digitale Innovation und der öffentliche Sektor) mit seinem Vortrag „Untransformierbar? Wie wir digitalisierte öffentliche Verwaltung neu denken müssen“. Für ihn wird Digitalisierung häufig zu technisch gedacht, während organisatorische und individuelle Auswirkungen zu wenig berücksichtigt werden.
Als zentrale Herausforderungen nannte er unter anderem föderale Strukturen sowie festgefahrene Denkweisen innerhalb der Verwaltung. Er sieht das Problem bereits an der Wurzel: Bestehende Prozesse müssen nicht einfach nur digitalisiert werden, sondern auch grundlegend neu gedacht werden. 

Podiumsdiskussion: Zwischen Standardisierung und kommunaler Strukturen

v.l.n.r.: Stefan Sander, Zehra Öztürk, Anika Groß, Dr. Julia Hodapp und Moderator Guido Gehrt

Ein Highlight auf der MEMO ist die Podiumsdiskussion, die in diesem Jahr unter dem Titel „Aufbruch statt Beharrung – Gemeinsam Kurs wechseln“ geführt wurde und von den sorgfältig ausgewählten Teilnehmern profitiert hat: Während Stefan Sander (Stadt Wuppertal) darauf hinwies, dass man die unterschiedlichen Ausgangslagen der Kommunen berücksichtigen müsse, plädierte Zehra Öztürk (Senatskanzlei Hamburg) für gemeinsame Standards und mehr Netzwerkdenken statt starrer Hierarchien. Anika Groß (KGSt) betonte zudem, dass eine offene Fehlerkultur und mehr Mut zur Veränderung entscheidend seien, um eine digitale Modernisierung erfolgreich umzusetzen.   

Wie KI und Digitalisierung in der öffentlichen Verwaltung umgesetzt werden können

Zehra Öztürk von der Senatskanzlei Hamburg

Mit ihrem Vortrag „Organisation im Umbruch: Verwaltung zwischen Digitalisierung und menschlicher Expertise“ richtete Zehra Öztürk den Blick besonders auf Veränderungsprozesse innerhalb von Organisationen. Auch sie plädierte für ein Neudenken von Digitalisierungsprozessen aus Sicht der Nutzer. Transparente Kommunikation, frühzeitige Beteiligung der Mitarbeiter und im Voraus definierte Ziele sind essenziell, um Akzeptanz für Veränderungen zu schaffen. Auch beim Einsatz von KI brauche es weiterhin kritisches Denken und den Menschen als entscheidende Instanz.

Unser Beitrag: Der Skepsis im Bereich Digitalisierung richtig begegnen

Unser Account Manager Raphael Hövener regt mit seinem zweiten MEMO-Vortrag zu Diskussionen an.

Besonders stolz sind wir auch in diesem Jahr auf unseren Account Manager Raphael Hövener, der mit seinem Vortrag „Wer dient hier wem? Von Schrift, Buchdruck und KI: Wenn Medienevolution zum kommunalen Alltag wird“ zeigen konnte, dass (technologische) Veränderungen trotz späterer Akzeptanz historisch immer wieder auf Skepsis gestoßen sind.

Gerade Kommunalverwaltungen sind aufgrund gewachsener Strukturen besonders sensibel gegenüber Veränderungen. Entscheidend sei daher, Mitarbeiter frühzeitig einzubinden, den Nutzen neuer Technologien verständlich zu vermitteln und KI dort einzusetzen, wo sie sinnvoll und arbeitsentlastend unterstützt. Gleichzeitig muss klar sein: Verantwortung und finale Entscheidungen liegen weiterhin beim Menschen. Als positiven Nebeneffekt konnten wir uns anschließend über engagierte Gespräche an unserem Stand freuen.

Unser Fazit und eine Danksagung 

Die diesjährige MEMO-Tagung hat erneut gezeigt, dass die Digitalisierung in der Verwaltung mehr ist, als technologische Neuheiten. Es sind gemeinsame Ziele, Mut zur Veränderung und eine betonte Zusammenarbeit über Organisationsgrenzen hinweg. Dies kann auch ein Umdenken der Strukturen bedeuten. Für uns bot sie zudem eine hervorragende Gelegenheit, bestehende Bekanntschaften zu pflegen und gleichzeitig neue Kontakte zu knüpfen. Gerade der persönliche Austausch und die offenen Diskussionen lassen uns auf die beiden Tage äußerst positiv zurückblicken.

Ein herzliches Danke gilt den stets engagierten Organisatoren der MEMO-Tagung. Wir freuen uns schon jetzt auf eine Fortsetzung im Jahr 2027!

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